Ostern im Kloster 2026 – Rückblick
Wir sind beschenkt.
Mit großer Vorfreude haben wir unsere Teilnehmerinnen zu den Ostertagen auf Schloss Seggau willkommen geheißen. In diesen Tagen konnten wir Begegnung erleben und gemeinsam nach dem suchen, was trägt.
Am Gründonnerstag sind wir in die Bibelstelle des letzten Abendmahls eingetaucht: Jesus, der seinen Freunden die Füße wäscht, ein berührendes Zeichen von Liebe und Hingabe. Im gemeinsamen Feiern wurde spürbar: Diese Gemeinschaft ist kein fernes Geschehen, sondern lebendig, auch unter uns.
Der Karfreitag führte uns in die Stille. Ein Tag, der unter die Haut ging. Unsere eigenen Wunden durften Raum bekommen, unausgesprochen, vielleicht auch neu angeschaut. Und leise wurde erfahrbar: Nicht trotz unserer Wunden, sondern in ihnen kann Neues wachsen und das Leben in voller Tiefe und Lebendigkeit aufleuchten.
Am Karsamstag hielten wir das Dazwischen aus. Dieses Warten, dieses Nicht-Wissen. Und doch war da mehr als Leere: eine stille Ahnung, dass im Verborgenen schon Neues wächst. Wie ein Same in der Erde, der noch unsichtbar ist und doch schon Leben in sich trägt.
In der Osternacht wurde dieses Geheimnis spürbar: Licht, das die Dunkelheit durchbricht. Lumen Christi. Kerze für Kerze wurde es heller und mit dem Licht kam die leise, aber kraftvolle Zusage: Das Leben ist stärker als der Tod.
Der Ostersonntag brachte Freude und Leichtigkeit. Beim gemeinsamen Essen, im Miteinander, im Lachen wurde deutlich: Etwas hat sich gewandelt.
Wir schauen dankbar zurück auf diese Tage, auf alles, was wir gemeinsam erleben durften, und auf das, was in diesen Tagen wachsen durfte.
Gemeinsam im Glauben unterwegs zu sein, das ist ein Geschenk.
Sr. Sabine Grangl
Mehr Informationen für Frauen, die gern ein paar Tage im Kloster mitleben möchten, gibt es auf dieser Seite: Mitleben im Kloster






