Woraus schöpfe ich Kraft für mein Leben?
Sr. Brigitte Gölles
Schon in meiner Kindheit habe ich von meinen Eltern gelernt, mich bei Schwierigkeiten an Gott zu wenden. Ich habe den Krieg noch miterlebt, und wir erfuhren in der Familie viel Unsicherheit und Angst. Von unserer Mutter hörte ich immer wieder den Satz: „Gott beschütze uns!“ Dadurch wurde mir für mein weiteres Leben das Vertrauen in die Führung Gottes mitgegeben.
In meinem Leben in der Gemeinschaft der Schulschwestern wurden mir verantwortungsvolle Aufgaben anvertraut. Ich konnte die Direktion des ORG nur bewältigen, weil ich die hilfreiche Unterstützung der Lehrerinnen und Lehrer erhalten habe und auf Gott vertraute. Ebenso hilfreich erlebte ich den Rückhalt der Schwestern, als mir das Amt der Oberin übertragen wurde.
Wichtig für unser Tun ist – frei nach Václav Havel – „das Vertrauen, dass es Sinn hat, was wir tun, egal wie es ausgeht.“ Für uns Christen ist dieser letzte Grund der Hoffnung Gott selbst.
Sr. Brigitte Gölles
Franziskanerin, langjährige Direktorin des ORG, ehemalige Provinz- und Generaloberin
Das Statement von Sr. Brigitte entstand in Zusammenhang mit der Ausgabe 26 der Zeitschrift „Unterwegs“, die sich dem Thema LEBENSKRAFT widmete. Diese Ausgabe mit mehr Statements zur Frage „Woraus schöpfe ich Kraft?“, vielfältigen Aspekte der Lebenskraft und aktuellen Berichte aus den Werken kann hier nachgelesen werden:




