Ewige Profess – Sr. Sabine Maria Grangl

Am 2. August 2025 legte Sr. Sabine Maria Grangl BEd, BEd in der Mutterhauskirche in Graz-Eggenberg vor der Generaloberin Sr. Petra Rosenberger ihre ewige Profess ab – ein Ereignis, das im Kreise der Mitschwestern und mit vielen Wegbegleiter*innen gefeiert wurde. Den Festgottesdienst leitete Weihbischof Mag. Johannes Freitag, die bewegende Predigt hielt P. Dr. Paul Zahner, OFM.

Ein Weg der Berufung: Von Scheifling nach Seggau

Sr. Sabine Grangl stammt aus Scheifling, wo sie auch ihren schulischen Weg beschritten hat. Sie absolvierte das Bundesoberstufenrealgymnasium mit musischem Schwerpunkt in Murau und schloss anschließend in Graz das Lehramtsstudium für Mittelschulen in den Fächern Mathematik, Musikerziehung und katholische Religion ab.

Ihre Ordensreise als Franziskanerin v.d.U.E. begann 2018 mit dem Noviziat in Graz, dem zwei Jahre später die erste Profess folgte. Seit 2021 lebt sie mit zwei Mitschwestern auf Schloss Seggau, wo sich eine lebendige kleine Hausgemeinschaft entfaltet.

Begleitung für die Jugend

An der Privaten Mittelschule der Schulschwestern in Graz-Eggenberg unterrichtet Sr. Sabine Mathematik, Musik und Religion mit Engagement und Kompetenz. Auch in Leibnitz bringt sich Sr. Sabine Grangl vielseitig ein – unter anderem gestaltet sie musikalisch Messen in der Pfarre Leibnitz, begleitet das monatliche pastorale Angebot „Bibel teilen“ und unterstützt einen Jugendgebetskreis. Im Rahmen der Berufungspastoral engagiert sie sich zudem für die „Tage im Kloster“ – ein Angebot für junge Frauen, das Raum für spirituelle Orientierung und Gemeinschaft eröffnet.

Die Feier der ewigen Profess war nicht nur ein besonderes Fest in der Ordensgemeinschaft, sondern ein persönlicher Meilenstein für Sr. Sabine, ein kraftvolles Zeugnis ihrer Berufung und ihres Dienstes an Gott und den Menschen.

 

Generalkapitel 2025

Die Kraft der Unterbrechung – Gedanken zur Urlaubszeit

Urlaub im Sommer: die Hektik nimmt ab und eine Zeit der Muße beginnt. Endlich hat man Zeit zum Lesen, sich zu entspannen, zu genießen, dem Tempozwang zu entkommen und die Seele baumeln zu lassen.

In den Psalmen ist häufig von dieser Sehnsucht nach Ruhe die Rede. Im bekannten Psalm 23 kommt das Thema der geschenkten Ruhe auch vor: „Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.“ Ein schönes Bild: Der Mensch überschreitet das Gewohnte und wird in Landschaften geführt, die ihm Geborgenheit und neue Lebenskraft geben.

Das hebräische Wort für Ruhe, „Sabbat“, bedeutet wörtlich „aufhören“, „unterbrechen“. Gott macht es uns in der Schöpfung vor: er hält am 7. Tag inne. Gerade in Zeiten, wo wir ständig unter Handlungs- und Entscheidungsdruck stehen, kann eine Unterbrechung sehr hilfreich sein. Wer entschleunigt und gewohnte Aktivitätsmustern unterbricht, wird sich bald fragen: Was erlebe ich im Augenblick, in dem ich einmal nichts tue? Glaube ich daran, dass ich auch ohne Nutzen wertvoll bin? Was sind meine Beweggründe und was könnte ich anders machen? Wo muss ich handeln und was könnte ich lassen?

Unterbrechen bedeutet tatsächlich Pause, Nichtstun, Sich zurücknehmen, Loslassen, manchmal Langeweile. Das alles muss zunächst zugelassen und ausgehalten werden, schon deshalb ist Unterbrechung kein Stillstand. Im Gegenteil: Im Nichtstun ist Bewegung. Wir kennen die Erfahrung: wer nicht ständig weitermacht wie gewohnt und zwischendurch die innere Stopp-Taste drückt, wird neue Perspektiven auf alte Probleme gewinnen.

Franz von Assisi machte keinen Urlaub im heutigen Sinn. Aber wann immer er konnte, unterbrach er sein aktives Tun, um sich in die Einsamkeit zurückzuziehen. In den Einsiedeleien durchkämpfte er Krisen und gewann er Klarheit für seinen weiteren Weg. Hier tat er wenig. Hier ließ er Gott etwas bewirken.

Wir alle habe unsere „Ruheplätze“. Mögen diese Orte in der kommenden Urlaubszeit uns etwas vom Gottes lebendig machenden Geist erahnen lassen und unsere Handlungsfähigkeit für den Alltag stärken.

Foto und Text
Sr. Vera Ronai

Unterwegs Ausgabe 24

Die 24. Ausgabe der „Unterwegs“ ist im Juni 2025 erschienen und hier nachzulesen.

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800 Jahr alt und aktueller denn je!

Der Sonnengesang, das bekannteste Gebet des hl. Franziskus wurde in diesem Jahr 800 Jahre alt. Franziskus schrieb ihn ein Jahr vor seinem Tod, bereits schwer krank und fast blind. Der altitalienische Text gehört zur Weltliteratur und wurde in viele Sprachen übersetzt.
Das Jubiläum ist auch ein Weckruf: es stellt uns vor der Frage, wie wir mit der Schöpfung und unseren Ressourcen konkret umgehen wollen? Martina Theresia Kogler, Angestellte in der Landwirtschaftskammer Steiermark (HLA-Absolventin 1997), schreibt:

Schöpfung: ist mir geschenkt; lässt mich staunen; macht mich dankbar; lädt ein zum Mittun, darf mich Einbringen; bin ein Teil davon; lässt mich Energie schöpfen

Verantwortung: achtsam umgehen; gestalten; Lebensvielfalt fördern, ermöglichen; Lebensraum bewahren und schaffen; Respekt gegenüber Lebewesen und Lebensgrundlagen; Bewusstsein, dass mein Handeln Einfluss hat

Konkret für mich: darauf achten, was es wirklich zum Leben braucht; regional einkaufen; einfach(er) leben; einen Hausgarten für die Selbstversorgung bewirtschaften; dazulernen; behutsam mit dem Gegebenen umgehen; meinen Beitrag leisten; offen bleiben für Veränderung zum Guten; meine Lebensgewohnheiten hinterfragen; die größeren Zusammenhänge erkennen und beachten; Erfahrungen teilen und austauschen

Wir feiern Gründungstag – mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

29. September 1843

und laden alle Mitarbeiter*innen des Ordens und des Vereins für Franziskanische Bildung herzlich ein:

Montag, 22. September 2025
Mutterhaus
Georgigasse 84, 8020 Graz

15:30 Uhr Eröffnung der neuen Kinderkrippe und des neuen Kindergartens „FRANZI“ am Standort Graz-Eggenberg

17:30 Uhr Gottesdienst in der Mutterkirche

anschließend gemeinsames Abendessen und gemütliches Zusammensein im Speisesaal der Schulen

EHRUNG DER MITARBEITER*INNEN -DIENSTJUBILÄEN

Wir freuen uns, wenn Sie mit uns feiern!

 

 

 

 

Mitleben – im Kloster

Für wen?
Für Frauen, im Alter von 18-45, die in den Rhythmus des Ordenslebens eintauchen möchten.


Wann?
Fr. 28.02.2025, 16:00 Uhr – So. 02.03.2025, 15:00 Uhr


Wo?
Bei den Franziskanerinnen auf Schloss Seggau.
Seggauberg 1, 8430 Leibnitz (Südsteiermark)


Was erwartet dich?
Lerne das Leben in Gemeinschaft kennen.
Tauche ein in einen anderen Lebensrhythmus mit Gebet, Austausch, Gemeinschaftszeit.

Gemeinsam auf dem Weg! Wir freuen uns auf Dich!

Die Franziskanerinnen

Kontakt, Anmeldung:
Sr. Laura Ukaj und Mitschwestern
sr.laura@franziskanerinnen-graz.at

 

Silvester im Kloster 2024/25

Ein Hauch von Internationalität

Treffen der „jüngeren Generation“ mehrerer Einheiten unserer Kongregation

Vom 12. bis 14. Juli 2024 trafen sich Vertreterinnen der Provinzen Österreich und Montenegro und des Vikariates Slowenien im Mutterhaus. Gegenseitiges Kennenlernen, Begegnung und Austausch über Fragen wie „Was ist franziskanisch?“ oder „Was wünschen wir uns bzw. brauchen wir für die Zukunft?“ waren möglich.

Sprachbarrieren wurden relativ leicht überwunden, zum Teil durch Übersetzerinnen unter den Teilnehmerinnen, zum Teil auch durch kreative Gesten und viel Wohlwollen. Eine abendliche Rekreation brachte viel Freude am Miteinandersein zu Tage. Insgesamt kamen die Schwestern einander sicher ein gutes Stück näher. Internationalität kann bereichernd sein.

Unterwegs Ausgabe 22

Die 22. Ausgabe der „Unterwegs“ ist im Juli 2024 erschienen und hier nachzulesen.

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